Strafrecht

Niemand ist davor geschützt, Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahrens zu werden, einen Strafbefehl oder eine Anklageschrift zugestellt zu bekommen oder gar verhaftet zu werden. Ermittlungsmethoden – wie etwa Wohnungsdurchsuchung und Telekommunikationsüberwachung – stellen einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen dar. Als Beschuldigter haben Sie verschiedenste Rechte, die Sie kennen und in Anspruch nehmen sollten. Ein ganz wichtiges Recht ist das Schweigerecht gegenüber der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht. Eine Aussage sollte niemals ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Verteidiger gemacht werden.

Ich vertrete Sie insbesondere in

  • Betäubungsmittelstrafsachen
  • Steuerstrafverfahren
  • Wirtschaftsstrafverfahren
  • Jugendstrafsachen
  • Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitensachen
  • Sexualstrafverfahren
  • Kapitalstrafsachen
  • Revisionsverfahren

Das Betäubungsmittelstrafrecht ist in der Strafrechtswirklichkeit allgegenwärtig. Zugleich ist es ein Spezialgebiet des Strafrechts. So finden sich sowohl bei Polizei und Staatsanwaltschaft, aber auch bei den befassten Gerichten speziell eingerichtete Institutionen. Dabei steht insbesondere den Ermittlungsbehörden eine Vielfalt und Intensität an Ermittlungsmethoden zur Verfügung. Sie reichen über die Telefonüberwachung, den Lauschangriff, die GPS und Geodaten Auswertung, bis hin zum Einsatz von V-Leuten aller Art, Lockspitzeleinsatz und „Kronzeugen“. Die Verteidigung sollte daher in die Hände eines Experten gelegt werden um diesen Methoden entgegentreten zu können.

Gute Kenntnisse über die Eigenheiten des BtM-Strafverfahrens sind Grundvoraussetzungen für eine effektive Verteidigung. Der Verteidigung stehen aufgrund der Komplexität der Verfahrensbedingungen mannigfaltige Einflussmöglichkeiten zur Verfügung, das Verfahren mit zu gestalten und dabei in die Richtung der gemeinsam mit dem Mandanten entwickelten Verfahrensziele zu lenken. Je früher ein Beschuldigter mit dem Verteidiger seines Vertrauens die Organisation seiner Verteidigung angeht, umso günstiger gestalten sich seine Chancen im Verfahren.

Sexualstrafverfahren

In der Öffentlichkeit werden Sexualstraftaten als extrem verwerflich, und wenn es um Sexualstraftaten gegenüber Kindern geht, geradezu als verachtenswert empfunden. Gerade diese öffentliche Meinung führt zu einem hohen Erwartungsdruck seitens der Justiz. Die Ermittlungsbehörden wollen daher möglichst schnell einen Täter präsentieren. Das Risiko eines erhöhten Fehleraufkommens ist die Folge.

Wenn der Vorwurf einer Sexualstraftat auch noch durch die Massenmedien verbreitet wird, bleibt die Unschuldsvermutung oft auf der Stecke. Der Verteidigung in Sexualstrafverfahren kommt daher die entscheidende Aufgabe zu, die Pflicht zur Versachlichung. Dazu bedarf es fundierter Kenntnisse in der Aussage-, Entwicklungs-, und Allgemeinpsychologie. Oftmals existiert nur die Wahrnehmung zweier Personen, die das Gericht als Beweisgrundlage heranzuziehen vermag. Kenntnis um die spezielle Rechtsprechung zur Glaubhaftigkeit von Aussagen und zur Glaubwürdigkeit von Zeugen ist hier gefragt.

Wird dem Betroffenen ein Kindesmissbrauch vorgeworfen, erfährt die Bewertung der Aussage von kindlichen Zeugen zusätzliche Schwierigkeiten. Die Befragungen kindlicher Zeugen ist eine Gratwanderungen zwischen Verständnis und Aufdeckung von Lüge. Die erfolgreiche Auseinandersetzung mit aussagepsychologischen Gutachtern ist häufig die entscheidende Weichenstellung für ein günstiges Ergebnis.

Kapitalstrafrecht

Wer einer Kapitalstraftat beschuldigt wird, sieht sich einem existenzielle Vorwurf ausgesetzt. Da es sich bei Kapitaldelikten um Straftaten gegen die menschliche Existenz handelt, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eröffnet eine Lebenslange Freiheitsstrafe zu verhängen. Im Falle eines Schuldspruches steht für den Beschuldigten damit eine dauerhafte Beeinträchtigung seiner sozialen Existenz auf dem Spiel.

Zusätzliche Belastung ist durch das große mediale Interesse an Tötungsdelikten vorprogrammiert. Die große Öffentlichkeit führt jedoch auch dazu, dass sich die Strafverfolgungsbehörden einem enormen Erfolgsdruck ausgesetzt sehen. Dies führt zu einer intensiven Ermittlungstätigkeit und einer intensiven Verhandlung vor Gericht. Daher ist nirgendwo die Tätigkeit eines Strafverteidigers  notwendiger als bei Schwurgerichtsprozessen.